Buchsi und die Fasnacht

1979 Erste Verkleidungsversuche mit Kindern, kleiner Umzug und Zvieri.

1980 bis 1990 Die kleinen Umzüge finden jährlich statt. Immer mehr Kinder aber auch  erste Erwachsene nehmen teil. Der Umzug wird grösser, farbiger und lärmiger.
1991 Die Zahl von 500 kleinen und grossen Narren wird überschritten. Angeführt von einer Guggenmusik zieht man vom Oberen Schulhaus zur Freizeitanlage. Die Fasnacht hat endgültig auf Buchsi übergegriffen.
1992 bis 1996 Alljährlich findet die Fasnacht unter einem bestimmten Motto statt. Mit 1200 Fasnächtlern wird die Turnhalle definitiv zu klein und der organisatorische Aufwand so gross, dass ein eigener Fasnachtsverein gegründet wird.
29.2.1996 Der Fasnachtsverein "Mönchebüchsler" wird gegründet.
1997, mit dem Motto "völlig losgelöst", und dies von allen Zwängen, haben wir versucht, erstmals dem Dorfe eine offizielle Fasnacht aufzudrängen. Ein Maskenball wird aus der Taufe gehoben, männiglich, ob Guggen oder Fasnächtler, wir tun uns austoben. Unser Vereinsorgan, der Buchsi-Blitz, das erste Mal erscheint, Fasnachtsgeschichte, Programm, Fotos, Schnitzelbänke, alles er vereint. Der Umzug führte noch zur Saalanlage, ein etwas verspäteter Kindermaskenball fand statt im Bade.
1998 Optimistisch ziehen wir unseren Horizont weiter, und mit "Carnevale mondiale" wird unser Spektrum schon breiter! Ob Venedig, Rio, Köln oder aber Luzern, die Mönchebüchsler sind dabei, wir aus der Region Bern! Die Sonne zeigt hier was sie kann, und zieht jeden hintersten Fasnächtler in seinen Bann!
1999 99 to 66, Flower Power, heisst es ein Jahr später nur, für mittelalterliche Fasnächtler heisst dies Erinnerung pur! Eine wunderschöne Sonnenblume gewinnt am Ball den 1. Preis, was darunter hervorkommt --- fast ein Greis! Ab 1999 haben wir auch eine eigene Schnitzelbankgruppe, die rosigen Schweinchen, Buchsi-Rüssler genannt, decken auf im Dorf gewesene Peinchen!
9.9.99 Es ist soweit, eine eigene Gugge, die Taktbysser, macht sich breit. Hatten wir bis anhin wohl alle im Lotto keinen Sechser, für Buchsis Fasnachtswelt ist dies das Geschenk zum Jahrtausendwechsel! So sind wir schon eine grössere Schar zum "zäme y touche" ins Milleniumsjahr! Metallplaketten dieses Jahr zum ersten Mal auftauchen, zum Sammeln oder als Schmuckstücke zu gebrauchen!
2001 Der Fasnachtsumzug bewegt sich erstmals auf der für den Verkehr gesperrten Oberdorfstrasse.
2001 Wir wilde Tiere, Schlangen, Pflanzen und skurrile Masken sehen, den Fasnächtlern niemals ausgehen die Ideen! Wir uns nämlich "Quer dürä Dschungel" kämpfen, auch der Wettergott unsre gute Laune nicht mag dämpfen! Denn er, er meint es dieses Jahr sehr schlecht, hat so seine Attacken, Schnee, Regen und natürlich Wind aus vollsten Backen!
2002 Das Motto "Tröimereien" uns begleitet, und uns zu vielen Neuerungen verleitet! Am 11.11.01 sind die Taktsufer gegründet worden, als Kindergugge spielen sie wacker mit, die Freude bleibt nicht verborgen! Mit neuer Fahne, neuen Kostümen wir Mönchebüchsler die 5 Jahresfeier begehen, erst im Nachhinein aber merken, dass wir bereits 6 Jahre bestehen!
2002 Die Vereine Buchsi-Fasnacht: Für die jährliche Fasnacht haben sich die Vereine Taktbysser, Taktsurfer und Möchebüchsler zu den Vereinen Buchsi-Fasnacht zusammen geschlossen. Gemeinsam organisieren wir die Fasnacht.
2003 Der "Orientalische Basar" entführt uns in arabische Länder, die Fasnächtler erscheinen mottogerecht in farbigen Gewändern! Ein Scheich will sogar seine zwei Frauen verkaufen, bringt sie aber nicht los, ist seine Forderung an Kamelen doch zu gross? Gewürznelke, Paprika, Curry und Koriander den Maskenball beleben, die ganze Gewürzpalette, so wie in den Souks, ist wahrhaftig zugegen! Bei den Kindern Beduinen, Scheichs und Prinzessinnen die Bühne zieren, dazu ein Feuerspeier mit seinen Künsten gross und klein weiss zu animieren!
2004 Die Nasa uns zu einem "Besuch im Weltall" entsendet, wie viele Astronauten und Raketen Buchsi doch hat, wir sind geblendet! Marsmenschen, Roboter, Galaxien, sogar die Milchstrasse zu uns finden, der Murmi aus dem Fernseh derweilen Anklang hat bei den Kindern! Vom All zu Wettergott ist es auch näher, das ist klar, drum gehen wir hin, legen unsre Wünsche unmissverständlich dar! Und siehe da, unsre Fasnacht erstrahlt, welch eine Wonne, kaum zu glauben, lauter Sonne, Sonne, Sonne!
2005 War Film und Theater angesagt, eine ganz andere Kultur, mit "Mach (k) es Theater" frönten wir diesem Motto 3 Tage lang um die Uhr! Die Dekoration wie gewohnt auch dieses Jahr traumhaft ausfällt, und uns versetzt in die Opern-, Operetten- und Theaterwelt!  Mickey Mouse, Mozart, Gäste in Abendroben, Garderobefrauen sich in der Saalanlage bewegen, und uns lassen einen wunderschönen Maskenball erleben! Anstatt uns am Sonntag morgen nur kurz dem Schönheitsschlaf zu widmen, wir auf dem Oberen Schulhausplatz den frisch gefallenen Schnee wegschippen! Den Umzug wir bei einigermassen schönem Wetter geniessen, ein paar Stunden später die Fasnacht 2005 bei Schneegestöber abschliessen.
2005 Unser Verein gewinnt den Prix Buchsi 2005
2006 Von jedem Jahr haben wir ein Stücklein genommen, sodass wir mit "Buchsi ins Paradies" sind gekommen. So hoffe ich jetzt noch auf viele, viele verrückte Jahreszeiten, die wir können gemeinsam bestreiten!
2007 Tüpisch Schwizerisch
2008 Mittelalter
2009 Albtröim
2010 Narren Olümpiade
2011 Let's Rock
2012 Tierisch Guet!!!
2013 Reis um d'Wäut
2014 Operation 2014
2015 Schregi Tön
2016 So ne ZirKUSS
2017 KuliNARRisch

Geschichte der Fasnacht

Eine altbabylonische Inschrift aus dem 3. Jahrtausend v. Chr gibt Kunde von einem Fest nach Neujahr: „Kein Getreide wird an diesen Tagen gemahlen. Die Sklavin ist der Herrin gleichgestellt und der Sklave an seines Herrn Seite. Die Mächtige und der Niedere sind gleichgeachtet.“

Auch die Römer feierten im Winter ein Fest. Es war verbunden mit einem öffentlichen Gelage, zu dem jedermann aus jeder Gesellschaftsschicht eingeladen war. Hinrichtungen wurden während dieser Zeit hinten angestellt. Sklaven und Herren tauschten zeitweise die Rollen, feierten und saßen gemeinsam myrtenbekränzt bei Tische, tranken und aßen nach Herzenslust, konnten jedes freie Wort wagen und überschütteten sich mit kleinen Rosen.

Zum Fest veranstalteten sie auch farbenprächtige Umzüge, bei denen ein geschmückter Schiffswagen umhergezogen wurde.

Im mittelalterlichen Europa feierte man – zwar in Kirchen, jedoch nicht kirchlich – Narrenfeste. Kirchliche Rituale wurden parodiert. Selbst ein Pseudopapst wurde gekürt. In Gestalt von Prozessionen wurden auch de Bewohner der Städte am Fest beteiligt. Auch während der eigentlichen Karnevalstage waren Narren- oder Eselsmessen weit verbreitet.

Die Gleichstellung der Stände ermutigte die Unterschicht, in Adelskostümen aufzutreten. Die Oberschicht wechselte gerne zu Narren- oder Bauernkostümen oder kostümierte sich in der Art seltener, exotischer Gäste.


(Quelle: Wikipedia)

Im heutigen Buchsi wird jeweils ein Fest gefeiert, das die Werte der Gleichheit und Redefreiheit aufrecht hält: „Ein jeder sei eingeladen und des Wertes gleich, hat die Freiheit der Rede und der Parodie und kann deswegen nicht hingerichtet werden.“